arndt-schnepperWir gehen mit großen Schritten auf Weihnachten zu. Die Anzeichen sind unübersehbar. Nach dem nass-kühlen Sommer und den goldenen Herbstmonaten sind die Temperaturen endlich im Keller. Auf dem Einkaufszettel stehen plötzlich Zutaten für die Weihnachtsbäckerei. Die Kfz-Werkstatt hat Hochkonjunktur und zieht von morgens bis abends Winterreifen auf. Im Fernsehprogramm tauchen erste Hinweise auf besondere Filmhits während der Feiertage auf. Und, natürlich, die Wunschzettel wollen geschrieben und abgehakt sein.

Alle Jahre wieder. Unverrückbare Rituale. Zum festen Bestandteil gehört für manchen der Besuch eines Weihnachtsmarktes. Oder die Teilnahme an einem kirchlichen Konzert. Wieder andere freuen sich auf eine Krippenausstellung oder denken sehnsüchtig an die erleuchteten Kerzen des Adventskranzes oder ihres Christbaums.

Und ja, man kennt das. Und gewöhnt sich dabei an vieles. Auch an die Gottesdienste. Was will man da noch Neues erzählen? „Es begab sich aber …“ Jedes Jahr am 24. Dezember der gleiche biblische Text. Lukas 2. Selbst diejenigen, die nur an Heiligabend ein Gemeindehaus von innen sehen, kennen ihn zu großen Teilen auswendig. Und am Ende „Oh du fröhliche“. Im Stehen. Da ist die Gefahr groß, dass alles an der Oberfläche durchrauscht. Ohne sich nachhaltig festsetzen zu können oder gar so etwas wie die vielzitierte Weihnachtsfreude auszulösen. Darum: Geben wir uns in den kommenden Tagen nicht nur mit nostalgischen Gefühlen zufrieden. Ob weihnachtliches Musikantenstadl oder festliches Weihnachtsoratorium, ob volkstümlich oder anspruchsvoll – wenn der Kern nicht echt ist, bleibt alles leer und abgestanden. Gott wurde vor rund 2.000 Jahren als Mensch geboren. Er wuchs auf und lebte, um für uns zu sterben und den Tod zu besiegen. Jesus sagte: „Wer an mich glaubt, der wird leben“ (Johannes 11,15). Und damit meinte er nicht das biologische Leben, sondern das Leben, das Gott schenkt und in Ewigkeit bleibt. Weihnachten macht uns wieder klar: Wir sind wirklich Beschenkte.

Euer Pastor
Dr. Arndt Schnepper

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Hilf deinem Volk und segne dein Erbe und weide und trage sie ewiglich!

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Jesus spricht: Ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.

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