Wer kennt nicht diese Momente, in denen die Wehmut über die vergangene Zeit plötzlich stark wird? Mir ging es kürzlich wieder so, als mir ein altes Bild aus Kindertagen in die Hände fiel. Mir wurde sonnenklar: All diese Jahre, die zwischen der Aufnahme und der Gegenwart lagen – sie waren nun unwiederbringlich vorbei.

Im Moment des Erlebens erscheinen uns die Augenblicke lang und intensiv. Doch im Rückblick verkürzen sie sich auf wenige Erinnerungen.

Bekannt ist in diesem Zusammenhang das Symbol der Sanduhr. Langsam rieselt der Sand vom Raum eines Glaskolbens in den anderen. Der Sand rieselt bis zu dem Punkt, an dem die obere Hälfte des Stundenglases vollkommen entleert ist. Es ist eine mahnende Metapher, die an die Kürze der Zeit erinnert und uns ermuntert, die verrinnende Zeit sinnvoll zu nutzen.

Aber die Zeit geht nicht nur unwiederbringlich verloren. Jeder, der an Jesus Christus glaubt, weiß, dass unsere Zeit ein Warteraum zur Ewigkeit ist.

Ostern erinnert uns an Jesus Christus und seine Auferstehung. Der Sohn wurde von seinem himmlischen Vater vom Tod zum ewigen Leben wieder aufgeweckt. Und alle, so schreibt es etwa der Evangelist Johannes, die mit Christus leben, sollen „nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Johannes 3,16).

Wenn uns also die Wehmut immer wieder mal ergreift, so können wir unseren Blick auf Christus lenken. Mit ihm ist das Leben nicht mehr einfach nur kurz. Es weitet und verlängert sich bis in die unendliche Ewigkeit. Mit dem Psalm können wir somit sagen: „Meine Zeit steht in deinen Händen“ (31, 16).

Arndt Schnepper

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