Weihnachten ist auch die Zeit der Märchenfilme. Wenn man mal an den Weihnachtsfeiertagen den Fernseher anschaltet kommt man so gut wie gar nicht um die Filme herum. Spitzenreiter ist „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

Ein junges Mädchen muss für ihre böse Stiefmutter arbeiten, bis sie endlich ihren Traumprinzen findet und ihr mühseliges Leben hinter sich lassen kann. Der Film kommt 8-mal an Weihnachten im Fernsehen.

Weihnachten ist aber nicht nur die Zeit der Märchengeschichten, sondern auch die Zeit einer anderen Geschichte, die so fantastisch ist, dass man sie auch fast für ein Märchen halten möchte. Die Geschichte, dass Gott ein Mensch wurde. In einem gleicht diese Geschichte den Märchengeschichten. So wie die Bürgerstochter Aschenbrödel auf einmal nur noch eine einfache Magd ist, ist Gott auf einmal nur noch ein Mensch. Aber nicht mal ein erwachsener, starker Mann, so wie in vielen antiken Mythen, sondern ein kleines, schwaches und schutzbedürftiges Baby.

Das ist einmalig: Gott wird schwach und schutzbedürftig. Noch etwas ist einmalig: Dass Gott in Jesus Mensch wird, – dazu zwingt ihn niemand. Nicht durch einen bösen Zauber wird Gott Mensch, sondern ganz freiwillig. Warum macht Gott das? Die Antwort auf diese Frage ist der Schlüssel zu Weihnachten. Eine alte Prophezeiung aus dem Buch Jesaja, die man in diesen Tagen oft hört, ist (7,14):

„Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihm den Namen Immanuel geben.“

Immanuel, das heißt: Gott mit uns. Oder um das etwas zuzuspitzen: Gott ist mit Ihnen, ganz persönlich. Aber was bedeutet das für Ihr Leben, dass Gott zu Ihnen gekommen ist? Es bedeutet, dass wir behütet sind. Das bedeutet nicht, dass alles im Leben glatt läuft und dass wir ein unbeschwertes Leben haben. Aber das Kind in der Krippe bietet Ihnen ein Leben mit Hoffnung an. Es möchte Sie an die Hand nehmen und mit Ihnen durchs Leben gehen. Und das ist kein Märchen.

Pastor Daniel Behrens

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