Als ich acht Jahre alt war, kaufte ich mir von meinem Taschengeld ein Comic. Ich klemmte es auf den Gepäckträger meines Fahrrades und fuhr nach Hause. Auf halbem Wege wollte ich dann überprüfen, ob das Heft noch auf meinem Gepäckträger war. Ich drehte mich um und schaute nach hinten. Das nächste woran ich mich erinnere ist, dass ich auf der Straße lag, die Hose zerrissen und blutig. Ich hatte übersehen, dass ein Auto am Straßenrand parkte. Das Knie musste mit sieben Stichen genäht werden, obendrein stellte sich heraus, dass ein Zahn abgebrochen war und der Fahrradrahmen einen Riss hatte. Für mich als Kind war aber meine kaputte Lieblingshose am schlimmsten.

So etwas kann passieren, wenn man zurückblickt, obwohl man nach vorne schauen sollte. In der Bibel gibt es auch eine Geschichte, in der nicht zurückgeschaut werden sollte. Es ist die bekannte Geschichte von Lots Frau, die sich beim Untergang von Sodom und Gomorrha umdreht und zur Salzsäule erstarrt. Auf der anderen Seite fordert Gott aber auch auf, zurückzuschauen, sich zu erinnern: „Erinnert euch daran, wie der Herr euch mit starker Hand aus dem Land herausgeführt hat, in dem ihr Sklaven gewesen seid“, 2Mo 13,3. Das Volk Israel sollte sich immer wieder daran erinnern, wie Gott sie aus der Sklaverei befreit und in die Freiheit geführt hat. Sie sollten sich an diese Erfahrung erinnern, damit sie wissen, dass dieser Gott auch jetzt in der Gegenwart bei ihnen ist.

Die Zeit um Weihnachten und den Jahreswechsel ist für viele Menschen ja auch eine Zeit, auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Die Frage ist aber, wie ich zurückblicke. Schaue ich auf Situationen und Umstände zurück, die ich nicht ändern konnte und die auch nicht gut für mich waren, wie die Frau von Lot? Lähmt mich dieser Blick zurück? Oder schaue ich auf die Umstände und Situationen, die ich überstanden und bewältigt habe? Vielleicht auch mit Gottes Hilfe? Ich wünsche Ihnen genau diesen Blick: Gott hat im vergangenen Jahr geholfen und wird es im neuen Jahr auch wieder tun.

Pastor Daniel Behrens

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Hebräer 13,14

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