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Corinna’s Blickwinkel

Vor mir steht ein riesiger Berg. Scheinbar unüberwindbar. Der Weg nach oben ist schmal und steinig. Das Ziel in weiter Ferne. Hindernisse und bedrohliche Abgründe erschweren den Weg. Aus diesem Blickwinkel, von unten, erscheint das Ziel schwer erreichbar. Wie soll ich dorthin gelangen?

Ich bereite mich vor, nehme Proviant mit: Wasser, etwas zu essen, Stöcke für die Trittsicherheit, Wanderschuhe, Handy für Notfälle und wenn möglich, gehe ich nicht allein, sondern mit einem Begleiter. Manchmal gibt es in meinem Leben Situationen, die wie ein großer Berg vor mir stehen: Arbeit, die scheinbar nicht zu schaffen ist. Sorgen, die mir die Hoffnung nehmen. Angst, die unüberwindlich zu sein scheint. Kein Ende in Sicht.

Dann gehe ich los. Langsam, Schritt für Schritt, man muss seine Kraft einteilen, wenn man das Ziel erreichen will. Der Weg erscheint plötzlich nicht mehr so steil. Pausen mit Essen und Trinken helfen, neue Kraft zu schöpfen. Schuhe und Stöcke geben mir Sicherheit. Und das Reden mit meinem Begleiter macht den Weg leichter. Schließlich stehe ich oben.

Geschafft! Der Blickwinkel verändert sich. Die Hindernisse sehen plötzlich so klein aus, der Weg gar nicht mehr so steil. Ob mir das mit den Bergen in meinem Leben auch gelingen kann? Sich vorbereiten, losgehen, kleine Schritte machen, Pausen einlegen, Hilfe nutzen, Menschen, die mich begleiten. Am Ende werde ich mit einem wunderbaren Blick von oben belohnt.

Geschafft! Der Blickwinkel verändert. Was war eigentlich so schwer?
Lass Dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit. (2.Kor.12,9)
Und dann ist da ja noch das Handy…..
Rufe mich an in der Not, so will ich Dich erretten und du sollst mich preisen. (Psalm 50,15)

Corinna Meier

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