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Editorial Mai-Juni 19

Für die meisten ist der 1. Mai, der „Tag der Arbeit“, ein Tag, an dem nicht gearbeitet, sondern der Frühling genossen wird. Die eigentliche Bedeutung dieses Feiertages ist immer mehr in den Hintergrund gerückt. Der „Tag des Friedens und der Völkerversöhnung“, wie der offizielle Name lautet, ist im Ursprung ein Tag der Arbeiter.

1886 demonstrierten in den USA Arbeiter für die Einführung des Acht-stundentages. Es kam zu Ausschreitungen, in deren Folge fast zwanzig Menschen starben. Die Organisatoren der Demonstration wurden zum Tode verurteilt, was wiederum zu weltweiten Protesten von Arbeitern führte, die sich solidarisierten.

Was hat das Thema aber nun auf der Webseite zu suchen? Ist das nicht vielmehr ein politisches, und viel weniger ein geistliches Thema? Gerade in den letzten Jahren hört man immer wieder den Satz, dass sich die Kirche doch nicht in die Politik einmischen soll. Aber so einfach ist das nicht. Als christliche Kirche berufen wir uns auf die Bibel. Das kommt auch in der Präambel unseres Gemeindebundes zum Ausdruck, wo es heißt, dass Grundlage für Lehre und Leben in den Freien evangelischen Gemeinden die Bibel ist. Und die Bibel macht eben nicht nur Aussagen über die Ewigkeit bei Gott, sondern auch darüber, wie das Leben im Sinne Gottes im „Hier und Jetzt“ gestaltet werden kann. Und dazu gehört auch die Arbeitsethik.

So hat schon Paulus davon gesprochen, dass „ein Arbeiter seines Lohnes wert ist“, lange bevor Lohngerechtigkeit zu einem großen Thema wurde. Oder, dass Sklaven nicht unterdrückt werden sollen, Jahrhunderte bevor aus aufklärerischer Überzeugung sich für deren Abschaffung eingesetzt wurde. Was auch immer Sie am 1. Mai machen, oder gemacht haben: Lesen Sie doch einmal den Beitrag „Tag der Arbeit„, welche Gedanken Gottes die Bibel über das Thema „Arbeit“ berichtet.

Pastor Daniel Behrens

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