Gedanken zum Herbst

Der Sommer neigt sich dem Ende zu. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger.

Morgens ziehen die Nebelschwaden durchs Leinetal. Wenn die Sonne scheint, entfaltet sich die Vielfalt der Blätter im hellen Sonnenlicht. Eichhörnchen huschen über den Weg, sammeln Eicheln und Nüsse für den Winter. Wie herrlich hat unser Herr das alles gemacht, wie perfekt! Selbst wenn die Blätter fallen, die Bäume kahl werden – der Kreislauf der Jahreszeiten wird sich nicht ändern, so lang diese Welt besteht.

Irgendwann erreichen wir alle eine Lebenszeit, die mit dem Herbst in der Natur vergleichbar ist. Unsere Kinder sind erwachsen, haben eigene Familien, stehen auf eigenen Füßen.

Gerne sitze ich an einem schönen, sonnigen Herbsttag auf der Bank im Garten. Es ist so ruhig, die Vögel fliegen geschäftig hin und her. Ich genieße die warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut und bin dankbar, dass Gott mit seiner Liebe bei mir ist.

Ich darf seine Nähe spüren und ich weiß, dass er mich durch den Winter hindurch begleiten wird.

Und irgendwann, wenn die letzten Schneereste weggeschmolzen sind, werden die ersten Blümchen neugierig ihre Köpfchen aus der feuchten, kalten Erde strecken und wieder beginnt der Kreislauf der Jahreszeiten mit all ihren kleinen Wundern und Schönheiten.

Herr, dafür danke ich dir – du hast alles so wunderbar, so vollkommen gemacht.

Ich preise dich

Ihre/Eure
Dorothee Radtke

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