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Majid’s Weg in die Freiheit

Mein Name ist Majid. Ich wurde am 02.03.1983 in einer kleinen Stadt im Süden des Iran geboren. Ich wuchs heran und machte einen Schulabschluss in der Stadt Abadan. Nach der Schule suchte ich nach einem Job und arbeitete in verschiedenen Einkaufsläden, aber ich merkte, das meine Talente und Interessen eher im Bereich der Kunst und des Filmes waren.

Wegen meiner Interessen sah ich viele verschiedene Filme und las zahllose Bücher, und natürlich kamen mir viele verschiedene Fragen in den Kopf, vor allem über Religion, Gott und warum ich ein Muslim bin.

Aber ich hatte Angst, anderen Menschen diese Fragen zu stellen, sogar gegenüber meiner eigenen Familie! Ich konnte öffentlich keine Fragen über den Islam und die Verletzung der Frauen- und Menschenrechte stellen, da der Iran ein muslimisches Land ist und jeder, der die Religion kritisiert oder verändern möchte, zum Tode verurteilt wird oder eine Gefängnisstrafe erhält!

Die Zeit verging, aber ich hatte immer noch diese Fragen in meinem Kopf. Nach einer Weile begann ich das Filmemachen zu erlernen. In dieser Zeit sah ich einen Film über den Propheten Mohammed und über Jesus, außerdem fing ich an, den Koran und die Bibel heimlich zu lesen.

Jeden Tag sah ich mehr und mehr die unterdrückte islamische Gesellschaft, weil ich keine Freiheit und Errettung im Islam sah und es nicht der Gott war, den ich suchte. Wenn ich die Bibel las, war dies sehr interessant für mich und es berührte mein Herz. Aber ich konnte darüber mit niemandem sprechen. Nach einiger Zeit vertraute ich mich meinen engsten Freunden an, weil ich es leid war, mich selbst und andere über meinen Glauben zu belügen. Ich erkannte, dass sie genauso dachten wie ich, und wir fühlten uns gut und hoffnungsvoll.

Wenn es öffentlich geworden wäre, dass wir Christen sind, hätte die Regierung uns töten lassen! Für eine kurze Zeit beteten wir im Geheimen, aber es war sehr gefährlich für uns und unsere Familie. Ich wünschte mir, Gott in Freiheit anzubeten!

Es war sehr schwer für mich, aber ich entschied mich dafür, den Iran und meine Familie zu verlassen. Es war der einzige Weg für mich, da es für mich das Wichtigste im Leben ist, dass jeder den wahren Gott findet.

Es war ein beschwerlicher Weg und es fällt mir nicht leicht, in diesen Tagen darüber zu sprechen. Am Anfang der Reise lief ich mehr als 24 Stunden und kam zur türkischen Grenze und anschließend bei einer gefährlichen Überfahrt mit einem kleinen Boot nach Griechenland. Ich glaube, dass Jesus mir in dieser Zeit half und mich beschützte. Auf meiner Reise kam ich durch ungefähr sieben Länder, bis ich Deutschland erreichte. In Deutschland war ich ca. sechs Monate in einem Lager. Mein Zustand war am Anfang einerseits schlecht, weil ich so weit weg von meiner Familie war, aber auch gut, weil ich mir keine Sorgen mehr machen musste bzgl. meines Glaubens, weil ich in Freiheit zur Kirche gehen und beten konnte.

Später lernte ich durch die Hilfe von Farhad und der Familie Falamarzy die FeG kennen. In der FeG sah ich den wahren Glauben der Christen in ihren Augen und ihrem Verhalten, und es war wie ein Spiegel für mich. Ich kann ihnen vertrauen und sie haben mir sehr geholfen! Sie sind meine Brüder und Schwestern.

Mit Hilfe der Familie Khorasani und Frau Kashani begannen wir mit einer Bibelschule. Dies war sehr gut für mich, da ich so den christlichen Glauben besser verstehen konnte. Aber der beste Moment in meinem Leben war meine Taufe, denn ich glaube, dass ich in diesem Moment durch Jesus für immer gerettet wurde.

Ich möchte allen Mitgliedern der Gemeinde danken!

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