Servus und Moin

der Anruf bei uns in Nürnberg kam von Karsten kurz vor Redaktionsschluss: „Schreib doch mal einen Gruß an deine alte Gemeinde!“

Na, da lasse ich doch nicht lange auf mich warten. Denn ihr ward der Startpunkt meines Dienstes als Pastor. Hier wurde für mich alles anders: Denn auch Hochzeit und Familiengründung fielen in diese schöne Zeit bei euch.

Mittlerweile hat sich bei uns einiges verändert – und bei euch sicherlich auch. „Die einzige Konstante“, wie jemand einmal sagte, „ist die Veränderung“. In dieser Zeit, in der die Tage kürzer und die Nächte länger geworden sind, und ein winziges Virus „alle Welt im Griff zu haben“ scheint, wissen wir als Jesusnachfolger von einer anderen Realität.

Nicht wenige Menschen hielten damals vor rund 2000 Jahren Johannes, den Täufer, für das lange durch die Propheten des Alten Testaments angekündigte „Licht in dieser Welt“. Doch der Bote sollte nur auf den hinweisen, der sich später selbst so bezeichnete: Jesus. Im seinem feierlichen Vorwort fasst Johannes zusammen, was der Hintergrund des christlichen Glaubens und die Botschaft von Weihnachten auch in Covid-19-Zeiten ist: „In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.“ (Jh.1, 4-5).

Vergiss nicht: Licht ist blitzschnell – der Blitz ist viel langsamer als das Licht. Und: Licht ist wunderschön. Niemand kann sich der Farbenpracht eines Regenbogens entziehen. Das Sonnenlicht bricht sich in Millionen von Regentropfen und wird in seine Bestandteile aufgefächert: Rot, Orange, Gelb, Blaugrün, Blau und Violett. In Jesus gibt es nicht Dunkles. Sein Auge ist klar, sein Wille ist hell, seine Liebe ungetrübt. Und durch ihn wird alles anders! Im Dunkeln sucht jeder sich selbst, dient nur sich selbst, verbirgt sich vor den anderen. Denn Dunkelheit ist all das, was fern von Gott ist (Jesaja 42, 7 und 60, 2). Doch in Jesus kam das „Licht der Welt“ (Johannes 8, 12) in die Dunkelheit der Erde. Jeder, der ihn als Herrn seines Lebens hat und mit ihm lebt, tritt damit ins Licht und wird selbst zum Licht für die Welt (Mt. 5, 14-16).

Nun zünden wir auf unserem Adventskranz eine Kerze für euch Lieben an. Wir genießen einen Lebkuchen und denken an Euch!

Euer „alter“ Pastor mit Martina, Jan-Mattis und Kai-Bendix